GRUNDSÄTZLICH SIND FUTTERRÜBEN GENAUSO ALS BIOGASSUBSTRAT GEEIGNET WIE ZUCKERRÜBEN. Noch herrscht jedoch viel Unsicherheit, was die Nutzung der Futterrübe in der Biogasanlage angeht.
So wird z.B. gefragt, warum diese häufig so schlecht abschneidet in den offi ziellen Versuchen. Folgende Gründe
spielen hier eine Rolle:
- Futterrüben wachsen nicht so tief und werden deshalb in Gemeinschaftsversuchen mit Zuckerrüben häufig zu hoch geköpft! Damit fehlt durchaus ein Ertragsanteil von ca. 10 %.
- In den Zuckerrübenversuchen wurde nur eine Sorte Futterrüben (JARY) mitgeprüft. JARY ist zwar Rhizomania tolerant, aber gehört zur ersten Generation der toleranten Sorten. Neue Sorten bringen bereits viel höhere Erträge!.
Die Vorteile der Futterrübe sind:
1. FUTTERRÜBEN BRINGEN CA. 25 % WENIGER ERDANHANG MIT denn sie haben eine flache Bauchfurche und eine glatte Schale.
Offizielle Versuchsergebnisse Dänemark 2010
| Sorte | Typ |
Schmutzanteil rel. |
| JARY | Futterrübe | 78 |
| KYROS | Futterrübe | 90 |
| MAGNUM | Futterrübe | 102 |
| Hamilton | Zuckerrübe | 106 |
| Etna | Zuckerrübe | 125 |
| Molly | Zuckerrübe | 154 |
2. FUTTERRÜBEN SIND RELATIV ANSPRUCHSLOS und passen sich auch an ertragsschwächere oder „nicht zuckerrübenfähige“ Übergangsböden an.
Das ist vielfach aus den Regionen bekannt, in denen noch vor der Maisausdehnung der Anbau von Futterrüben Standard war. Wo Rhizomania keine Rolle spielt – in den großen Gebieten, in denen Mais für Biogasanlagen dominiert – kommen die hochertragreichen FR-Sorten (z.B. KYROS) zum Einsatz und bringen oft deutlich mehr Ertrag als Mais.
3. FUTTERRÜBEN HABEN EINE BESSERE HALTBARKEIT IN DER MIETE. Das wird auch durch den höheren Bodensitz begünstigt, denn so bricht beim Roden nicht so viel von der Wurzel ab, was sonst zu verstärkter Fäulnisbildung führt.
Ernte
Alle ECKENDORFER ENERGIERÜBEN lassen sich problemlos mit allen üblichen Maschinen roden. Die von uns empfohlenen Sorten sitzen zwar nicht so tief im Boden, aber immer
noch so tief, dass sie von den gängigen Rodern gut erfasst werden.
In der praxis überzeugten Futterrüben schon seit mehreren Jahren auch für Biogas (siehe FH Soest; Fa. Gröblinghoff; Uni Göttingen). Aus einem Praxisversuch Ernte 2010 im Raum Göttingen mit 2 Sorten Futterrüben und 5 Sorten Zuckerrüben wurden folgende Erträge geerntet :
Feldversuch 2010 mit Futter- und Zuckerrüben (Versuchsgut Universität Göttingen, ohne Whlg., nicht randomisiert)
| Sorte | TM (t/ha) |
| KYROS | 21,4 |
| JARY | 18,0 |
| ZR 1 | 18,3 |
| ZR 2 | 18,4 |
| ZR 3 | 19,2 |
| ZR 4 | 19,4 |
| ZR 5 | 19,5 |
FUTTERRÜBEN SIND SPITZE IN DER GASAUSBEUTE. Eine Dissertation aus dem Jahre 2003 zeigt in Versuchen (mit FAL Braunschweig), dass Futterrüben einen deutlich höheren Gasertrag aus jedem kg Trockenmasse erreichen:
Dissertation HASSAN, 2003

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Futterrüben mit hervorragender Leistung für Biogas

